Mehr Komfort, mehr Haltestellen und mehr Fahrten

Rostock, 08.08.22

Die rebus Regionalbus Rostock GmbH erhält im Rahmen des ÖPNV-Modellprojektes MIRROR im Verkehrsverbund Warnow (VVW) eine Förderung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV), um Fahrplanangebote im Landkreis Rostock gezielt auszubauen. Das Projekt MIRROR steht für einen neuen und gesamtheitlichen Ansatz zur Weiterentwicklung und Ausgestaltung des ÖPNV-Systems in der Region Rostock.

Wollen Mobilität neu gestalten - Robert Schnug (v.li.), MAN-Verkaufsbeauftragter der Bus Region Nordost, rebus-Prokurist Marc Weinhauer, Landrat Sebastian Constien und VVW-Geschäftsführer Stefan Wiedmer.

Im ersten Schritt wird mit der Förderung des BMDV das Fahrplanangebot im Nordwesten des Landkreises deutlich verbessert. Dies betrifft zum Fahrplanwechsel am 15. August die Buslinien 104 von Kröpelin über Kühlungsborn bis nach Rerik und die Premiumlinie 121 von Kühlungsborn über Heiligendamm und Bad Doberan nach Rostock.
„Von dem MIRROR-Projekt profitieren alle“, betont Landrat Sebastian Constien, „sowohl die Bevölkerung des Landkreises Rostock und der Hanse- und Universitätsstadt als auch Gäste und Urlauber der Region. Wir schaffen eine effektivere Verknüpfung der Verkehrsangebote in der Fläche mit der Stadt Rostock. Auch für Menschen mit Auto ist es mit den weitreichenden Verbesserungen jetzt wesentlich komfortabler, den Pkw stehen zu lassen und den Öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen.“

Linie 104 nun mit dem Bahnverkehr verbunden


Mit dem Fahrplanwechsel zum 15. August wurde auf den Buslinien 104 und 121 ein deutlich ausgebautes Angebot eingerichtet. Dieses zeichnet sich durch erheblich verkürzte Taktzeiten, 13 neue Fahrzeuge und elf zusätzliche Haltestellen aus.
„Die Linie 104 von Kröpelin über das Ostseebad Kühlungsborn bis ins Ostseebad Rerik verkehrt künftig im Stundentakt, welcher auch an Wochenenden und Feiertagen gilt“, hebt rebus-Prokurist Marc Weinhauer hervor. Im Ostseebad Kühlungsborn stehen an den Haltestellen Bahnhof West und Bahnhof Ost abgestimmte Anschlüsse zur Linie 121 in Richtung Rostock zur Verfügung. Auch in die Schmalspurbäderbahn Molli kann umgestiegen werden.

„Dabei ist der in Kröpelin neu geschaffene Verknüpfungspunkt direkt vor dem Bahnhof am Anfang und Ende der Linie 104 von besonderer Bedeutung“, so Marc Weinhauer. „Dadurch kann dort bequem in die Regionalbahnlinie 11 der Deutschen Bahn in Richtung Rostock oder Wismar umgestiegen werden.“

Für eine bessere Erreichbarkeit der Buslinie wurden zudem im Ostseebad Rerik neue Haltestellen eingerichtet – am Rathaus, am Haffanleger am Hafen sowie am Haffwinkel vor der Mutter-Kind-Klinik. Bisher hielten die Busse nur am Parkplatz oberhalb des Ortes. Auch im Ostseebad Kühlungsborn gibt es zusätzliche Haltestellen, wodurch eine Art Stadtbusverkehr entsteht und der Ort nun vollständig vom ÖPNV erschlossen wird. Neue Haltestellen befinden sich mit Fahrplanwechsel vor der Ostseeklinik, am Campingplatz, Zur Asbeck, in der Poststraße, am Heinrich-Schreiber-Ring, Park and Ride (P R), in der Cubanzestraße und in unmittelbarer Nähe der Seebrücke.

Hochmoderne Busse auf der Linie 121


Auf der Premiumlinie 121 vom Ostseebad Kühlungsborn über Heiligendamm und Bad Doberan nach Rostock wird ein ganztägiger 20-Minuten-Takt eingerichtet. Montags bis freitags verkehrt die Linie somit alle 20 Minuten und an Samstagen alle 30 Minuten. An Sonn- und Feiertagen wird ein Stundentakt angeboten. Außerdem gibt es abends zusätzliche Fahrten bis Mitternacht. „Auch hier profitieren sowohl Pendler, Schüler und Touristen von dem neuen Angebot“, so der rebus-Prokurist.

Dazu kommt ein extra Plus an Komfort. Auf der touristisch am stärksten frequentierten Linie 121 werden sechs neue Gelenkbusse des Typs MAN C19 EfficientHybrid eingesetzt. Von diesem Fahrzeugtyp mit kraftstoffsparenden Motoren wurden bereits im vergangenen Jahr zwei Busse beschafft. Nun wurde die Flotte nochmals verstärkt. Erkennbar sind diese Fahrzeuge an ihrem besonderen Design mit hellgrüner Lackierung und einem schwarzen, tiefgezogenen Fensterband. Im Innenraum erwarten die Fahrgäste eine hochwertige Ausstattung mit 52 komfortablen Sitzplätzen mit Gurten, Fußboden in Holzoptik, einer LED-Deckenbeleuchtung mit Farbwechsel, ausreichend Platz für Kinderwagen und Rollstühle sowie USB-Ladestationen an jedem Sitzplatz.

Bundesförderung ermöglicht Ausbau des ÖPNV


Diese zeitnahen und kompakten Verbesserungsmaßnahmen sind ein Ergebnis der erfolgreichen Projektbewerbung des Verkehrsverbundes Warnow im Rahmen des bundesweiten Förderaufrufs zum Förderprogramm des BMDV „Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV“. „Der Verkehrsverbund Warnow wurde mit dem ÖPNV-Modellprojekt MIRROR vom Bundesministerium für Digitalisierung und Verkehr zur Stärkung des ÖPNV in Deutschland ausgewählt. Nach dem Motto ‚MIRROR macht mobil‘ verbessern die heute von rebus vorgestellten Maßnahmen die Mobilität der Menschen vor Ort“, unterstreicht VVW-Geschäftsführer Stefan Wiedmer.

Bis Ende 2024 werden im Modellprojekt MIRROR in der Region Rostock ca. 40 Maßnahmen realisiert, die den ÖPNV im VVW nachhaltig optimieren sollen. Durch das BMDV werden dafür Fördermittel in Höhe von rund 29,3 Mio. Euro bereitgestellt. Mit weiteren ca. 2,9 Mio. Euro unterstützt das Land Mecklenburg-Vorpommern das Vorhaben des VVW und seiner beteiligten Verkehrsunternehmen.

Weitere Infos unter mirror-macht-mobil.de

zurück